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		<title>Dandong &#8211;  die Grenze zur DPRK (Nordkorea)</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jan 2005 15:41:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>boris</dc:creator>
				<category><![CDATA[reisen]]></category>

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Dandong / Nordkorea
Am 2. Januar 2005 habe ich mich mit Stefan aus dem kalten Beijing auf den Weg ins noch kaeltere Dandong gemacht. Dandong liegt etwa 500 km nordoestlich von Beijing und ist eine Grenzstadt sowie der Hauptknotenpunkt in die DPRK (Demokratische Volkrsrepublik Korea). Wir sind mit einem Zug gefahren der von Peking aus startet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center"><img style="width: 802px; height: 158px" src="http://baijiu.de/reiseberichte/dandong/PICT1077.JPG" /></div>
<p style="text-align: center"><span style="font-style: italic">Dandong / Nordkorea</span></p>
<p>Am 2. Januar 2005 habe ich mich mit Stefan aus dem kalten Beijing auf den Weg ins noch kaeltere Dandong gemacht. Dandong liegt etwa 500 km nordoestlich von Beijing und ist eine Grenzstadt sowie der Hauptknotenpunkt in die DPRK (Demokratische Volkrsrepublik Korea). Wir sind mit einem Zug gefahren der von Peking aus startet und gleich bis in die Hauptstadt Pyongyang durchfaehrt. Mangels Visum (welches nur ueber sehr teure, begleitete Touren erhaeltich ist), geht es fuer uns nur an den letzten Bahnhof vor der Grenze &#8211; Dandong. Nach einer 14 stuendigen Fahrt in einem ingsesamt recht leeren, hauptsaechlich aber mit chinesischen Geschaeftsleuten, ein paar Nordkoreanern und uns 2 Auslaendern besetzten Zug, kamen wir morgens um 7:30 in Dandong an. Wie erwartet war es kalt &#8211; sehr kalt&#8230;</p>
<div style="text-align: center"><img style="width: 300px; height: 400px" src="http://baijiu.de/reiseberichte/dandong/PICT1019.JPG" /><br />
<small>Mao Statue</small></div>
<p>Auf dem Bahnhofsvorplatz wurden wir von einer riesigen Mao-Statue begruesst. Wir haben und gleich auf den Weg zum Yalu FLlss gemacht, dem Grenzfluss zwischen Dandong und Sinuiju dem nordkoreanischen Teil der Grenzstadt. Es gibt einen langen Promenadeweg am Fluss von welchem man deutlich das gegenueberliegende Nachbarland erkennen kann. Ausserdem gibt es zwei Bruecken die hinueberfuehren, d.h. genauergesagt ein und halb. Die alte Bruecke wurde 1951 im koreanischen Krieg von den Amerikanern zerbombt und steht noch etwa zur Haelfte. Ueber die neue &#8220;Sino-Korean Friendship Bridge&#8221; fuehrt jetzt die Eisenbahnstrecke.</p>
<div style="text-align: center"><img style="width: 400px; height: 299px" src="http://baijiu.de/reiseberichte/dandong/p1030015.jpg" /><br />
<small>Sino-Korean Friendship Bridge</small></div>
<p>Das noch erhaltene Stueck der alten Bruecke, welches auf der chiniesischen Seite liegt, kann man begegen und dient jetzt als Ausstellung. Es sind z.B. ein paar amerikanische Bomben incl. Aufschrift zu sehen. Nach unserer Ersterkundung haben wir nach einem Platz zum fruehstucken und aufwaermen Ausschau gehalten. Komischerweise wirkte die ganze Stadt verlassen wie eine Geisterstadt. In anderen chineischen Staedten wimmelt es schon Stunden frueher von kleinen Staenden an den Strassen. Hier hingegeben gab es weit und breit nichts und die Restaurants die zu sehen waren hatten geschlossen. Nach einem laengeren Spaziegang waren wir dann doch noch erfolgreich und wir haben ein kleines Restaurant gefunden in dem wir dan ein paar Hun Dun (Wan Tan) gegessen haben.</p>
<p>Nach dem es selbst beim Essen-suchen schon Probleme gab haben wir uns dann entschieden zunaechst ein Hotel zu suchen. Nahe unserem Ausgangspunkt, dem Bahnhof, gab es auch eins &#8211; in dem wir das guenstigste Zimmer genommen haben. Bei einem anschliessenden Stadtrundgang liessen sich so langsam auch Menschen auf den Strassen blicken. Es waren allerdings uerberall in der Stadt sehr viele moderne Neubauten zu sehen, die vollkommen leer stehen. Die Stadt ist uebersaeht von Laeden die Handel mit Industrieteilen wie Kugellagern u.ae. treiben. Alle Laeden werben auch in koreanischer Schrift. Hier wird also offensichtligt das eingekauft, was man in Nordkorea nicht bekommt.</p>
<div style="text-align: center"><img style="width: 400px; height: 299px" src="http://baijiu.de/reiseberichte/dandong/p1030049.jpg" /><br />
<small>Vergnuegungspark in Nordkorea<br />
aber keine vergnuegt sich&#8230;</small></div>
<p>Ich habe einen Fischer am Flussufer gefragt wie weit man denn auf die gegenueberligende Seite fahren koenne. Er meinte da waer kein Problem, ab und zu faehrt er rueber in den Militaerhafen und tauscht chinesischer Zigaretten o.ae. Das fand ich natuerlich sehr interessant &#8212; wenig spaeter sassen wir auch schon auf einem Boot und sind bis auf einige Meter an die militaerische Flotte von Nordkorea gefahren. Die Soldaten waren alle sichtlich gelangweilt und haben sich gottseidank nicht durch die imperialistischen Beobachter stoeren lassen.</p>
<div style="text-align: center"><img style="width: 400px; height: 299px" src="http://baijiu.de/reiseberichte/dandong/p1030082.jpg" /><br />
<small>gelangweilter Soldat</small></div>
<p>Nach der ueberstandenen Bootstour in koreanischen Gewaessern sind wir erstmal essen gegangen &#8211; da sich die Gelegenheit bot haben wir als Abwechslung zu dem chinesischen Essen ein (nord-)koreanisches Restaurant besucht. Die Bedienungen waren alle in traditionellen Gewandt gekleidet und wie sich zeigte waren alles nordkoreanische Fluechtlinge, die alle schon recht gut chinesisch sprechen konnten. Das Essen war koestlich. Die Koreanerinnen haben uns erzaehlt das fast alle Fluechtlinge ueber den Fluss geschwommen sind. Dies sei jedoch nur im Sommer moeglich wenn die Temperaturen auszuhalten sind. Da viele Nordkoreaner schon kraeftemaessig am Ende sind bevor sie sich entscheiden die Flucht zu wagen, schaffen es einige nicht. D.h. werden von Scharfschuetzen beim Fluchtversucht erwischt. In Dandong halten sich die Fluechtlinge zwar auch illegal auf, werden hier aber weitesgehend toleriert. Die meisten bleiben daher in der Gegend und ziehen nicht ins chiniesische Inland.</p>
<div style="text-align: center"><img style="width: 400px; height: 300px" src="http://baijiu.de/reiseberichte/dandong/PICT1040.JPG" /><br />
<small>nordkoreanisches Essen</small></div>
<p>Am Abend haben wir uns nach dem Nachtleben umgesehen und zunaechst neben den ueblichen Karaoke-Schuppen nichts entdeckt. Kurz davor aufzugeben mussten wir feststellen das direkt neben unserem Hotel ein grosse Disko ist, welche wohl der In-Treff in Dandong ist. Ein paar Bier spaeter waren wir auch schon auf der Tanzflaech inmitten von jungen Chinesen, Chinesinnen und Koreanerinnen. Es hat natuerlich nicht lange gedauert bis jeder wusste, das zwei westliche Auslaender da waren. Wohl oder uebel wurden wir gleich auf eine erhoehte Tanzflaeche, die den Gogo-Taenzerinnen vorbehalten war, gezerrt und sollten dann mit denen tanzen. Das war zunaechst etwas komisch, aber war nicht zuletzt aufgrund des vorherigen Bierkonsums sehr lustig.</p>
<div style="text-align: center"><img style="width: 400px; height: 299px" src="http://baijiu.de/reiseberichte/dandong/p1040101.jpg" /><br />
<small>die grosse Mauer</small></div>
<p>Am naechsten Tag sollte es dann in die Umgebung von Dandong gehen und zwar an das Ostende der grossen Mauer, die dort irgendwo sein muesste. Eine touristische Infrastruktur ist in Dandong nicht vorhanden und so war es nicht so einfach herauszufinden, wo es zur grossen Mauer geht. Es gab Antworten wie: &#8220;Die ist doch in Beijing oder? Hab ich im mal Fernsehen gesehen.&#8221; Etwas spaeter sassen wir dann im Bus zur grossen Mauer &#8211; dachten wir jedenfalls&#8230; Drei Stunden spaeter wurde uns dann gesagt wir seien angekommen, waren aber in irgendeinem Provinznest. Die Frage nach der grossen Mauer stiess nur auf Unverstaendnis. Ein Taxifahrer wusste dann was gemeint war und wuerde uns zur Mauer bringen, die genau in der Richtung liegt aus der wir kamen. Also ging es zurueck. Nachdem wir dreimal das Taxi wechseln mussten, weil wir unter der Hand &#8220;weiterverkauft&#8221; wurden sind wir dann tatsaechlich doch noch angekommen. Mitten in einem kleinen Dorf zog sich die sehr gut erhaltene Mauer laengs. An einem Informationsschild stand, das dieser Teil der Mauer sehr spaet um gebaut wurde und offensichtlich desshalb noch so gut erhalten war. Ausser uns war noch ein Chinese auf der Mauer zu sehen sonst war sie absolut verlassen. Nach einer einstuendigen Wanderung auf der Mauer waren wir dann wirklich an einem letztem Wachturm, dem Ende der Mauer, angekommen. Von hier aus konnte man ueber den Fluss in die Waelder Nordkoreas gucken.</p>
<div style="text-align: center"><img style="width: 400px; height: 299px" src="http://baijiu.de/reiseberichte/dandong/p1040108.jpg" /><br />
<small>Wachturm am Ostende der grossen Mauer</small></div>
<p>Zurueck ging es mit einem lokalen Bus nach Dandong und wenig spaeter auch schon zurueck mit dem Zug nach Beijing.</p>
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		<title>Von Thailand nach China auf dem Mekong</title>
		<link>http://www.baijiu.de/2003/12/20/von-thailand-nach-china-auf-dem-mekong</link>
		<comments>http://www.baijiu.de/2003/12/20/von-thailand-nach-china-auf-dem-mekong#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2003 15:35:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>boris</dc:creator>
				<category><![CDATA[reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Um von Thailand nach China auf dem Landwege (d.h. nicht per Flugzeug) zu kommen gibt es mehrerer Möglichkeiten. Alle haben aber gemeinsam, dass man ein Nachbarland durchqueren muß, da Thailand nicht an China grenzt. Man kann durch Laos oder über Cambodia und Vietnam nach China. Theoretisch ist auch eine Durchquerung von Burma denkbar, aber zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><center><img src="http://baijiu.de/reiseberichte/mekong/mekongtrip_logo_small.jpg" /></center>Um von Thailand nach China auf dem Landwege (d.h. nicht per Flugzeug) zu kommen gibt es mehrerer Möglichkeiten. Alle haben aber gemeinsam, dass man ein Nachbarland durchqueren muß, da Thailand nicht an China grenzt. Man kann durch Laos oder über Cambodia und Vietnam nach China. Theoretisch ist auch eine Durchquerung von Burma denkbar, aber zur Zeit ist es nur erlaubt per Flugzeug in das Land einzureisen. Es gibt jedoch noch eine Möglichkeit: Die alte Siam-China Handelsroute besteht noch heute: der Mekong. Der Abschnitt des Mekongs zwischen Thailand und China trennt die Länder Burma und Laos. Er ist jedoch nicht fuer den Passergierverkehr geoeffnet &#8211; Frachtschiffe nutzen diese Handelsroute jedoch. Daher habe ich mir vorgenommen mal auszuprobieren ob es möglich ist auf einen dieser Frachtschiffe irgendwie nach China sozusagen &#8220;durch die Hintertür&#8221; zu kommen&#8230;Angekommen in Bangkok kann man eigentlich sein Gehirn erstmal ausschalten und brauch nur den hunderten anderen Backpackern folgen. Mit dem Airportexpress-Bus geht es dann für 100Baht direkt zur Khao San Road. Dort bekommt man dann den ersten Kulturschock: 98% der Leute auf der Straße sind falangs (farang == weißer Ausländer). Und ich muß sagen, obwohl ich &#8220;The Beach&#8221; gesehen habe &#8211; so schlimm habe ich es mir nicht vorgestellt. Hier findet man Neu-Hippies, Möchtegern-Buddhisten, &#8220;normale&#8221; Backpacker und 60jährige Ausländer mit Bierbauch und ihren 20jährigen Thai-Girlfriends die sich diesen Zoo mal angucken wollen. Zu Kaufen gibt es natürlich Hippie-Outfits ohne Ende, Diplomzertifikate, Führerscheine, Rasta-Frisuren, Ich-war-in-Thailand-T-Shirts, Western Food (ich werde allerdings nie verstehen warum man das in Thailand essen sollte). Und es soll Leute geben die sich hier auch noch nach Tagen wohlfühlen. Zumindest gibt es hier tatsächlich die günstigsten Unterkünfte in Bangkok. Da aber über die Khao San Road bzw. über das Viertel Banglampoo, in der sie liegt, schon genug berichtet wurde &#8211; und jedem klar sein sollte dass dies nicht das &#8220;echte&#8221; Thailand ist &#8211; geht es weiter&#8230;</p>
<p>Da ich von anderen Leuten nur gutes über die Möglichkeit Bustickets in einen der vielen Reisebüros in Banglampoo buchen zu können gehört habe, war ich mal faul und habe mich auch darauf eingelassen. Das war ein großer Fehler, wie ich später festgestellt habe. Zunächst schien alles sehr plausibel. Der Preis lag wirklich nur wenige Baht höher als der offizielle Preis, und man erstpart sich die Tour zum Busbahnhof um ein Ticket zu holen. Mein Ziel ist also die nördlichste Stelle von Thailand, die einen Hafen am Mekong hat. Das ist der Ort Chiang Saen. Da es anscheind keine direkten Busse von Bangkok dorthin gibt, ist der nächste größere Ort die Provinzhaupstadt Chiang Rai. Also habe ich ein Ticket nach Chiang Rai gebucht, das ein Pickup-Service direkt neben meinem Guesthouse beinhaltet. Hört sich soweit ja super an. An Stelle des angedeuteten Pickup-Wagens kam allerdings eine Thai mit Mini-Roller, die mich dann samt Backpack und Rucksack anstelle zum Bus, zu einem anderen Reisebüro gebracht hat. Von dort ging es dann zu Fuß zum Bus weiter, der dann aber plötzlich nicht nach Chiang Rai fährt sondern nach Chiang Mai. Ich erhielt ein Voquer mit dem ich dann angeblich sofort mit einem Anschlußbus nach Chiang Rai weiterkäme. Der Bus, der nur mit farangs besetzt war, kam 12 Stunden später in Chiang Mai an. Allerdings wurde dann erzählt, dass dies ein Touristenbus sei und dieser nicht am offiziellen Bus-Bahnhof halten dürfe. Ein paar Pickups würden uns jetzt ins Zentrum fahren. Das &#8221;Zentrum&#8221; bestand aus einem Guesthouse in dessen Garten dann das Gepäck ausgeladen wurde &#8212; super. Ich bin dort dann sofort aufgebrochen und habe mich vom nächsten TukTuk zum Busbahnhof fahren lassen. Dass mein vorher ausgestelltes Voquer hier nur den Wert eines Blatt Papier hat, spricht für sich selbst. Dort fuhr dann glücklicherweise auch recht schnell ein lokaler Bus direkt nach Chiang Saen ab. Ca. 5 Stunden später war ich dann dort. Also: Auf keinen Fall ein Busticket über ein &#8221;Reisebüro&#8221; kaufen sondern direkt an der Busstation. (Das ist zudem auch noch sehr einfach, da dort alles zweisprachig steht und auch englisch gesprochen wird, wie ich später in Chiang Mai gesehen habe.)</p>
<p>Chiang Saen ist ein kleiner gemütlicher Ort direkt am Mekong. Die einzigen Touristen die hier sind wollen entweder in den Nachbarort Chiang Kohn, der einen Grenzübergang nach Laos am gegenüberliegenden Flußufer hat oder wollen das &#8220;Goldene Dreieck&#8221; besuchen. Das Goldene Dreieck ist eigentlich ein groesseres Gebiet um die Grenzregionen von Thailand/Burma/Laos und hat seinen Namen erhalten, da hier 75% der Weltopiumproduktion stattfindet. Da man ein derart großes Gebiet aber auf kein Foto bekommt, hat man es den Touristen einfach gemacht und ein paar Kilometer nördlich von Chiang Saen einen kleinen Ort einfach Goldenes Dreieck getauft&#8230; An der Straße von Chiang Saen entlanng des Mekongs finden sich Garküchen und viele kleine Marktstände, die sich auf Import-Güter aus China spezialisiert haben. Vormittags kommen hier Busse voll mit Leuten aus der Umgebung an, die einen Einkaufsbummel machen um sich mit chinesischen Produkten einzudecken. Im Süden des Ortes befindet sich die Anlegestelle für Frachtschiffe. Hier trifft man auch schon die ersten Chinesen die Lebensmittel für die Rückfahrt einkaufen, oder sich die Wartezeit im Hafen mit Hähnenkämpfen und Wetten darauf vertreiben. Da ich gehört habe, dass jetzt in der trockenen Jahreszeit der Wasserstand zu niedrig ist und evtl. überhaupt keine größeren Schiffe bis nach China fahren habe ich erstmal einen Chinesen gefragt. Der hat mir dann erzählt daß es jetzt schwieriger sei und es auch unbestimmte Zeit dauern kann; aber da die gefährlichen Stellen im Mekong freigesprengt wurden sei es nun theoretisch möglich das ganze Jahr über bis nach China zu fahren. Ich habe dann herausgefunden, daß an dem Tag wohl nur ein Schiff ausläuft, dieses aber dafür sofort. Also hab ich dort gefragt ob ich mitfahren könne und hab den Preis ausgehandelt (300RMB). Nach dem ich mein Backpack geholt habe mußte ich noch den Beamten im Immigration Office davon überzeugen, daß ich per Boot ausreisen darf&#8230;</p>
<div style="text-align: center"><img style="width: 400px; height: 299px" alt="Chiang Saen" src="http://baijiu.de/reiseberichte/mekong/02mekongtrip_chiangsaen02.jpg" /><br />
<small>Mönche entlag der Straße am Mekong in Chiang Saen</small></div>
<p>Mit einem &#8221;ausgreist&#8221;-Stempel auf dem Thai-Visum ging es dann auch schon gleich los den Mekong hinauf zwischen Burma und Laos. Wir waren 6 Mann, eine Frau ein Affe und ich. (Plus diverses Lebendfutter mangels funktionierender Kühltruhe &#8211; zu dem der Affe aber nicht gehörte). Ich bekam ein Bett in eier eigenen Kabine, die zuvor als Voratskammer genutzt wurde.</p>
<p>Morgens war es noch sehr neblig und etwas kühl, aber ab Vormittag zeigte sich dann der blaue Himmel mit Sonnenschein satt. Das Mekong-Ufer besteht auf der laotischen sowie auf der burmesischen Seite aus dichtem Regenwalt in einem tiefen grün. Direkt am Ufer gibt es zahllose kleine weiße Sandstrände oder aber auch große Steinformationen , die streckenweise auch den Fluß säumen. Hier kann man dann manchmal Longtail-Boote am Ufer finden, Wasserbüffel, waschende Frauen, spielende Kinder sowie die dazugehörigen Siedlungen aus Bambus-Hütten. Ganz selten sieht man auch Häuser die offensichtlich den etwas wohlhabenderen Leuten als Erholungsort dienen.</p>
<div style="text-align: center"><img style="width: 400px; height: 299px" alt="cargo ships in Chiang Saen" src="http://baijiu.de/reiseberichte/mekong/03mekongtrip_ships01.jpg" /><br />
<small>chinesische Frachtschiffe im Hafen von Chiang Saen</small></div>
<p>Das Essen ist recht einfach (dafür aber all inclusive) und ist chinesisches Standard-Essen: morgens Nudelsuppe, mittags und abends Reis mit Gemüse und geschreddertem Tier.</p>
<p>Abends wenn es dunkel ist, wird das Schiff an der nächst besten Stelle festgebunden. Hierbei sind die Chinesen recht kreativ. Ein Stein an dem man das Stahlseil irgendwie festbekommt reicht da völlig aus. Danach wird die Satellitenschüssel ausgerichtet und es wird chinesisches Fernsehen geguckt. (Militärdramas oder auch mal eine Karaoke-VCD)</p>
<p>Irgendwo in Burma haben wir dann noch drei Burmesinnen aufgesammelt, die weiter in den Norden von Burma wollten. Für die mußte dann auch meine Einzelkabine weichen und ich wurde wo anders mit einquartiert. Am nächsten Tag ging es zu einem kleinen Hafen in Burma, an dem Güter auf wartende Lastwagen geladen wurde. Hier sind die drei Burmesinnen dann auch wieder an Land gegangen. Auch unser Schiff sollte hier entlanden werden. Da aber die Lastwagen noch nicht im Hafen angekommen waren würde sich die ganze Prozedur auf 2 bis 3 Tage in diesem Hafen hinziehen. Für mich war das nicht schlimm, da ich ja keine Termine hatte und ohnehin nicht wußte wie lange die ganze Tour dauern würde. Also bin ich an Land gegangen und hab mir erstmal Burma angeguckt. Naja &#8211; zumindest das was es hier zu sehen hab: ein paar Hütten, Fischer und die Verladestelle sowie eine Straße durch den Wald ins Landesinnere. Von Immigration Office o.ä. hat hier (glücklicherweise) noch nie jemand etwas gehört.</p>
<p><img style="width: 400px; height: 299px" alt="port in Burma" src="http://baijiu.de/reiseberichte/mekong/25mekongtrip_burma_port01.jpg" /><br />
<small>kleiner Hafen am Mekong in Burma</small></p>
<p>Später hat man mir dann angeboten, daß ich auf einen anderen befreundeten Frachter umsteigen könne, der gerade mit dem Abladen fertig war. Das Angebot habe ich dann auch angenommen. Wie ich schon vorher gemerkt hatte, war ich zuerst nicht gerade auf dem neusten Schiff gelandet. Das zweite war zwar gleicher Bauweise, aber wesentlich modernen ausgestattet. Es gab sogar Rettungswesten und Feuerlöscher. Das Essen war wie schon vorher. Als Gast hab ich natürlich erstmal gleich die Füße des gerade Frisch zubereiteten Huhns in meine Schüssel gelegt bekommen &#8211; mein Lieblingsgericht. (Manchmal frage ich mich ob einige nicht doch wissen wie gern ein Otto-Normal-Ausländer die ißt&#8230;)</p>
<p style="text-align: center"><img style="width: 400px; height: 299px" alt="Mekong river" src="http://baijiu.de/reiseberichte/mekong/09mekongtrip_river01.jpg" /><br />
<small>der Mekong</small></p>
<p>In China bin ich direkt am nächsten Hafen hinter der Grenze angekommen. Die chinesischen Grenzkontrolleure sind direkt aufs Schiff gesprungen damit auch ja keiner flüchten konnte. Selbst hier wurde bei mir erstmal Fieber gemessen (wegen SARS) und mein Gepäck kontrolliert. Nachdem der Kontrolleur erstmal seine gesamten Englischkenntnisse an mir vor versammelter Mannschaft präsentieren mußte, konnte ich dann von Bord gehen. Dann mußte ich in ein kleines Immigration-Office, in dem mein China-Visum abgestempelt wurde nach dem ich die obligatorische Arrival-Card ausgefüllt hatte. Das alles lief überraschend problemlos ab.</p>
<p>Der Ort selbst ist sehr verschlafen und besteht im Großen und Ganzen aus einer langen palmengesäumten Straße mit ein paar Geschäften. Und wir in jeder Hafenstadt gibt es auch hier viele Friseurläden&#8230; Irgendwann habe ich dann festgestellt, daß ich nicht in dem Hafen bin in dem ich zu sein dachte, sondern in einem kleinen Ort direkt an der Grenze, welcher selbst in meiner Regionalkarte von xishuangbana nicht auftaucht. Dies zeigte sich dann auch an der nicht einstündigen sondern sechsstündigen Busfahrt nach Jinghong, der größten Stadt in der xishuangbana-Region. Die Busfahrt führte über eine unbefestigete Straße durch die Berge incl. der üblichen In-der-Kurve-auf-gut-Glück-Überholmanöver an den Abhängen der Berge. Eine empfehlenswerte Tour für Adrenalin-Junkies. Dann war ich auch schon wieder in der chinesischen Zivilisation.</p>
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